Oberösterreichische Nachrichten 04/10

Jahrelang war Matthias Witzany auf der Suche. Dann fand er, wonach er suchte. Es war das Richtige. Denn Witzany ist seit 17 Jahren dem Fundort treu geblieben: der Fotografie.

Die HTL für Maschinenbau war nicht das Seine. Das stellte sich sehr schnell heraus. Witzany beendete deshalb die schulische Laufbahn kurz und schmerzlos und begab sich auf die Suche.

Der heute 38-Jährige hat viel probiert, viel gesehen, aber erst im Alter von 21 Jahren das gefunden, wonach er gesucht hatte. Er begann eine Fotografen-Lehre, konnte schon zwei Jahre später vorzeitig seine Lehrabschlussprüfung machen und sechs Tage danach war er selbstständig. Nach 14 Jahren Studiozeit mit einem Partner geht er nun eigene Wege. Nach der Trennung in aller Freundschaft ist jetzt das Solo angesagt. Das Leben ruft immer nach neuen Herausforderungen. Das hält frisch und kreativ, was in seinem Metier kein Nachteil ist.

Geblieben ist das, was den heute in Puchenau Lebenden zur Fotografie gebracht hat. „Ich wollte immer etwas mit Menschen zu tun haben“, sagt Witzany. In der Fotografie fand er diesen Kontakt, und gleichzeitig verlangt diese Auseinandersetzung mit dem anderen ein hohes Maß an Sensibilität. Man muss mit eigenen Augen, aber auch mit den Augen des Gegenübers sehen. Nur so erzielt man Ergebnisse, die überraschen, berühren und vor allem das Wahrhaftige hervorkehren.

Bekommt er die ganze Freiheit, dann lebt Witzany das aus, weil es einfach wunderbar ist, ohne fixe Vorgaben zu agieren, wie er sagt. Wenngleich es das natürlich nicht immer spielen kann. Unabhängig davon gibt es aber sicher eine Prämisse. „Zum Fotografieren braucht man Freiraum, einen freien Kopf und einen lockeren Umgang.“

Jemanden zu porträtieren, kann nach seinen Worten zu einer extrem anstrengenden Sache werden. „Man verlangt viel und man muss wahnsinnig viel geben.“ Wenn aber dann jemand beim Blick auf ein Porträtbild sagt „genau so ist er“, man also die Persönlichkeit des Porträtierten getroffen hat, dann ist das für Witzany das größte Kompliment, das er bekommen kann. Der gebürtige Linzer mag aber auch die konzeptionelle Fotografie, die ihn auf eine ganz andere Weise fordert, in der es mehr um Standpunkte geht.

Inszenierung ist heute nicht nur in der Fotografie wichtig, aber die richtigen Momente einzufangen, Stimmungen zu erzeugen und Geschichten in Gesichtern lesen zu können, das ist immer noch etwas, das Witzany in den Bann zieht. Wer seine Fotografien sieht, spürt, dass der 38-Jährige mit Sicherheit für sich die richtige Wahl getroffen hat.

Dafür hat sich das längere Suchen mehr als gelohnt.

OÖ Wirtschaft 20.03.09

Originalität, Charakter und Unverwechselbarkeit - Das Erfolgsrezept von EOS Werbefotografie OEG

In einem alten Küchenschauraum in Pasching starteten Christian Hemmelmeir und Matthias Witzany 1996 mit der EOS Werbefotografie OEG und ersten Industrieaufnahmen. Internationale Werbe und Industriefoto grafie in einem trendigen 350 qm Studio sowie Aufträge von Saudi Arabien bis Hawaii gehören heute zum Tagesgeschäft. Die Liebe zum Beruf steht für die beiden Geschäftsführer immer noch im Mittelpunkt. " Gute Werbefotografie ist Teamarbeit. Wir wollen gemeinsam mit dem Kunden das Beste aus den Aufnahmen herausholen", lautet das Credo der Fotografen. Mit aktuellen Projekten wie dem 25 Jahre Kärcher Jubiläum, Frank Stronach´s Magna International, Gottfried Haute Couture Modeaufnahmen oder dem VIP Kicker, einem mit mehr als 140.000 Swarovsky Kristallen besetzten Tischfußballautomaten, stellt EOS Fotografie seine Professionaltiät erneut unter Beweis. Origialität, Charakter und Unverwechselbarkeit, das ist der rote Faden der sich durch die Erfolgsgeschichtevonh Matthias Witzany und Christian Hemmelmeir zieht.